1680-1683
1680-1683
1995. XLVI, 663 S., gebundenISBN 978-3-05-001032-8
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Von den 568 Stücken dieses Bandes stammen 194 von Leibniz. Wiederum war
nur ein Drittel bekannt.
Zu den bisherigen Themen tritt jetzt in größerem Umfange der
kirchenpolitische Briefwechsel mit dem Landgrafen Ernst von
Hessen-Rheinfels. Leibniz’ Stellung am hannoverschen Hofe ist
unter dem neuen Herzog, Ernst August, unsicherer geworden, zumal die
technischen Versuche im Harz den fürstlichen Auftraggeber enttäuschen
und nochmals vorgebrachte Pläne für Verbesserungen in der
Staatsverwaltung nicht den erhofften Widerhall finden. Die Mittel zur
Anschaffung von Büchern werden drastisch gekürzt. Eine Möglichkeit,
1681 in diplomatischer Mission an einer Reichsversammlung in Frankfurt
am Main teilzunehmen, läßt Leibniz ungenützt vorübergehen.
Im Briefwechsel mit Gelehrten erscheinen genealogische Themen, Vorboten
für einen entscheidenden Wechsel in der Existenzgrundlage. Der
Briefwechsel mit Otto Mencke (Leipzig), dem Herausgeber der Acta
Eruditorum, führt zu langjähriger enger Zusammenarbeit. Auch Veit
Ludwig von Seckendorff erscheint nun unter den Korrespondenten.
Gleichzeitig bemüht sich Leibniz – abermals vergeblich – um
eine ehrenvolle Berufung an den Wiener Hof, und zwar als Reichshofrat.


