1690-1691
1690-1691
1., 2., durchgesehener Nachdruck der Erstausgabe 1995. XLII, 709 S., gebundenISBN 978-3-05-001049-6
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In den Jahren nach der Italienreise schwillt Leibniz’
Korrespondenz stark an. Die in Wien und Italien geschlossenen
Bekanntschaften, die jetzt beginnenden historischen Forschungen und die
erneut einsetzenden kirchenpolitischen Verhandlungen zur Reunion
veranlassen ihn, neue Beziehungen anzuknüpfen und alte auszubauen. In
dem Verwalter der Konversionskasse, dem Konvertiten Paul
Pellisson-Fontanier, findet Leibniz einen aufgeschlossenen und
vielseitig interessierten Korrespondenzpartner. Durch ihn und ihm
nahestehende Personen hofft er, Frankreich für die ihm zugedachte Rolle
eines Vermittlers in den großen religiösen Auseinandersetzungen
zwischen Rom und den Protestanten gewinnen zu können.
Der Briefwechsel über historische Themen erweitert sich um
erdgeschichtliche Fragen der Welfenlande, die Leibniz später in der
„Protogaea“ im einzelnen untersucht. Das folgenreichste
biographische Ereignis im Berichtszeitraum ist Leibniz’ Ernennung
zum Leiter der Bibliotheca Augusta in Wolfenbüttel. Die
Berichterstattung der Mitarbeiter während seiner Abwesenheit vermittelt
Einblicke in Einzelheiten von Leibniz’ Arbeit und Leben.


