1691-1693
1691-1693
2003. LXIX, 735 S., 110 Abbildungen, schwarz/weiß, gebundenISBN 978-3-05-003471-3
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Der einen Berichtszeitraum von drei Jahren umfassende Band enthält 203
Briefe und Beilagen von und an Leibniz. Sie stammen aus gut zwei
Dutzend Korrespondenzen mit so wichtigen Briefpartnern wie Joh.
Bernoulli, D. Guglielmini, G. F. A. de L’Hospital, Chr. Huygens,
I. Newton, D. Papin, B. Ramazzini und Joh. G. Volckamer. Die Zeitspanne
1691–1693 ist eine der produktivsten Phasen in Leibniz'
mathematischem Wirken. Sie ist gekennzeichnet durch öffentlich
ausgetragene mathematische Wettstreite, die Leibniz geschickt zum
Nachweis der Überlegenheit eines Calculus zu nutzen weiß.
Berühmtestes und von Leibniz publizistisch optimal verwertetes Problem
ist die Bestimmung der Kurve einer frei hängenden Kette (Kettenlinie).
Zentrale mathematische Herausforderungen dieser Epoche sind für Leibniz
die Theorie der Differentialgleichungen, die formale
Potenzreihenmethode und die Exponentialgleichungen. Auch die
Weiterentwicklung der Leibnizschen Naturphilosophie und insbesondere
die seiner Dynamik findet ihren Niederschlag im vorliegenden Band. So
gewährt der antagonistische Briefwechsel mit dem Physiker Papin
Einblick in aufschlußreiche Details der Leibnizschen Auffassungen über
die Erhaltung der vis viva, während Leibniz sich im Briefwechsel mit
Huygens zur hartnäckigen Verteidigung seiner Theorie der
Planetenbewegung genötigt sieht. Für die Technikgeschichte höchst
interessante Einzelheiten von Papins Versuchen mit seinen ersten beiden
Unterwasserfahrzeugen werden in der Korrespondenz mit dem Kasseler
Bibliothekar Joh. S. Haas mitgeteilt.
"Der Band, der mit einer ausführlichen Einleitung beginnt, zeichnet sich durch das gewohnt exzellente inhaltliche, editorische und drucktechnische Niveau der Akademie-Ausgabe aus. [...] Mit Ende des Jahres 1693 ist nunmehr knapp die Hälfte der Zeitspanne erreicht, die die Edition der mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Korrespondenz von Leibniz erfassen wird. Der Band hat den hohen Standard der Vorgängerbände in Kontinuität weitergeführt und damit die Leibniz-Ausgabe wieder um ein gutes Stück vorangebracht."
Uwe Mayer in: Studia Leibnitiana, Band XXXVII/1, 2005
"Eine ausgezeichnete Darbietung der Briefe mit nützlichen Erläuterungen und sorgfältigen textkritischen Anmerkungen wird eingerahmt von einer 50 Seiten langen und so lesenswerten wie nützlichen Einleitung."
Frank Horstmann in: Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, 15 (2007)


