1692
1692
1., Durchgesehener Nachdruck der Erstausgabe 1992. LV, 710 S., gebundenISBN 978-3-05-001877-5
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Im Jahre 1692 wurde der hannoverischen Linie des Welfenhauses vom
Kaiser zwar die Kurwürde zuerkannt, die Aufnahme in das Kurkollegium
erforderte jedoch noch langwierige Verhandlungen und große
Anstrengungen. Hierbei fällt Leibniz die Aufgabe zu, die Bemühungen der
Diplomaten durch Gutachten über schwierige staatsrechtliche Probleme
und durch politische Denkschriften zu unterstützen. Neben diesen
Arbeiten verfaßt er in dieser Zeit mehrere Übersichten über die
geplante Welfengeschichte. Durch die Vermittlung Pellisson-Fontaniers
tritt Leibniz in Verbindung mit der Académie des sciences und legte
diesem Gremium einen vielbeachteten Entwurf seiner
„Dynamica“ zur Begutachtung vor.
Beeinträchtigt wird der Briefwechsel dadurch, daß Alterskrankheit und
der Verlauf des Krieges am Rhein den Landgrafen Ernst von
Hessen-Rheinfels zwingen, seine Berichterstattung abzubrechen. Mit dem
gebildeten und feinsinnigen Fürsten unterhielt Leibniz über viele Jahre
eine umfangreiche Korrespondenz, ihm konnte er seine geheimsten Wünsche
anvertrauen.


