Ethisierung - Ethikferne
Ethisierung - Ethikferne
Wie viel Ethik braucht die Wissenschaft?
2003. 244 S., gebundenISBN 978-3-05-003855-1
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Der derzeitige Trend zur Ethisierung wissenschaftlicher Fragen sollte
nicht für selbstverständlich genommen werden. Zwar geht der aktuelle
Impuls von den Biowissenschaften aus, womöglich übergeht er aber die
Bedürfnisse und Eigenheiten anderer Disziplinen.
Im vorliegenden Buch wird nach den Prämissen der derzeitigen Diskussion
und ihrer Generalisierbarkeit gefragt: Ist es richtig, daß die
aktuellen Fortschritte in den Lebenswissenschaften mit dem
herkömmlichen ethischen Instrumentarium nicht mehr bewältigbar sind?
Besteht in anderen Wissenschaften ein vergleichbarer Normierungsbedarf?
Auch Kommerzialisierung und Privatisierung von Wissen und Wissenschaft
scheinen das hergebrachte ethische Selbstverständnis ganzer Fächer auf
den Prüfstand zu stellen.
Die Beiträge des interdisziplinär konzipierten Bandes unterziehen das
Thema systematisch immer wieder unkonventionellen Perspektivenwechseln.
Von der Ethik des einzelnen Forschers zu der Ethik einer Gruppe, von
der Geschichte ethischer Standards zu den gegenwärtigen Normen, von
disziplinübergreifenden Fragen zu spezifisch disziplinären Problemen.



