Theodor W. Adorno: Negative Dialektik
Theodor W. Adorno: Negative Dialektik
2006. VI, 218 S., broschiertISBN 978-3-05-003046-3
In einem Brief nennt Adorno die "Negative Dialektik" kurz
nach ihrem Erscheinen unter seinen Schriften "das philosophische
Hauptwerk, wenn ich so sagen darf“. Dieser herausgehobenen
Bedeutung, die das Werk für Adorno hatte, entspricht nicht nur die
lange Zeit, die er mit der Abfassung des Buchs beschäftigt war, sondern
auch die lange Geschichte, die ihre zentralen Motive in seinem Denken
haben.
Philosophische Begriffsklärung, die Arbeit an "Begriff und
Kategorien“ einer negativen Dialektik, versteht Adorno dabei als
dialektischen Übergang in inhaltliches Denken – und so betreibt
er sie auch hier.
Das hat Konsequenzen für die Form des kooperativen Kommentars, der in
diesem Band versucht wird. Adornos "Negative Dialektik" zu
kommentieren, kann nur in dem Bewußtsein der unüberbrückbaren Kluft
gelingen, die den Kommentar von diesem Text trennt.
Aus dem Inhalt:
1. Axel Honneth/Christoph Menke: Zur Einführung
2. Axel Honneth: Einleitung. Zum Begriff der Philosophie
3. Dieter Thomä: Verhältnis zur Ontologie. Adornos Denken des
Unbegrifflichen
4. Andrea Kern: Negative Dialektik - Begriff und Kategorien I.
Wahrnehmung, Anschauung, Empfindung
5. Martin Seel: Negative Dialektik - Begriff und Kategorien II. Adornos
Analyse des Gebrauchs von Begriffen
6. Jay Bernstein: Negative Dialektik - Begriff und Kategorien III.
Adorno Zwischen Kant und Hegel
7. Klaus Günther: Modell 1. Freiheit - Zur Metakritik der praktischen
Vernunft I. Dialektik der Aufklärung in der Idee der Freiheit
8. Christoph Menke: Modell 1. Freiheit - Zur Metakritik der praktischen
Vernunft II. Kritik der "abstrakten Moralität"
9. Birgit Sandkaulen: Modell 2. Weltgeist und Naturgeschichte - Exkurs
zu Adornos Geschichtsphilosophie mit und gegen Hegel
10. Albrecht Wellmer: Meditationen zur Metaphysik. Metaphysik "im
Augenblick ihres Sturzes"
"Die Bände der Reihe Klassiker auslegen dürften zu den standardmäßig verwendeten Hilfsmitteln in der Lehre gehören; sie beweisen nicht zuletzt, daß es in der Philosophie nicht wirklich ohne Klassiker geht [...]."
Till Kinzel in: Informationsmittel, November 2011
(http://ifb.bsz-bw.de/bsz338879773rez-1.pdf)
"Der Kommentar richtet sich nicht nur an Leser, die einen ersten Zugang zu Adornos auf Grund seiner sprachlichen und argumentativen Dichte schwer zu lesenden Text suchen. Auch für Adornokenner finden sich interessante Vorschläge, die 'Negative Dialektik' neu zu entdecken."
Mario Wenning in: literaturkritik.de, 10. Oktober 2007

