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Das Lektorat empfiehlt
Dieses Buch ist viel mehr als eine Geschichte der Stadt in der Frühen Neuzeit. Thomas Lau zeichnet die Gesichter der Stadt als Widerspieglungen der Mind Maps ihrer Bewohner, die vor allem in den Konflikten in der und um die Stadt sichtbar werden. Auf dicht – und gut – geschriebenen 130 Seiten führt Thomas Lau uns durch die Unordnung und die Unruhe der Städte. Unbedingt lesenwert!
Dr. Julia Schreiner
Lektorin Programmbereich Geisteswissenschaften
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Zwischen Lissabon und Istanbul: Ein weiter Raum, verbunden und getrennt durch das Mittelmeer. Über alle geographischen und politischen Grenzen hinweg bewegen sich die Menschen in diesem Raum, nehmen Dinge, Erinnerungen und Kulturfragmente aus Ihren Heimatorten mit, weben ein neues Beziehungsnetz. Dieses Buch ist gut geschrieben und geht den Spuren der Menschen nach, z.B. den Kaufleuten, den Piraten, den Angehörigen verschiedener Religionsgruppen.
Und nicht zuletzt: Dieses Buch nimmt endlich die Konzepte der transnationalen Geschichtsschreibung ernst und setzt sie Seite für Seite in eine Geschichte des Mittelmeerraumes um.
Dr. Julia Schreiner
Lektorin Programmbereich Geisteswissenschaften
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Wer in diesem Buch blättert, wird auf jeder Seite von neuem überrascht: von der reichen Auswahl an Dokumenttypen – Telefonate, Vier-Augen-Gespräche, offizielle und ganz private Briefe, öffentliche Reden, Interviews u.v.m. – und von den Variationen in der Tonalität. Im einen Dokument dominiert das Pathos, im nächsten die Diplomatie. An manchen Stellen blitzt Humor auf – zum Beispiel, wenn Willy Brandt Gorbatschow Gerhard Schröder vorstellt: „aus Niedersachsen, übrigens, ein ehemaliger ‚Komsomolze‘, jetzt erwachsen“–, an anderen war ich überrascht von der Deutlichkeit der Sprache und der Ehrlichkeit, mit der Probleme angesprochen werden: „Es handelt sich um Berge von Waffen. Allein an Maschinenpistolen vom Typ Kalaschnikow gibt es in den Magazinen [der Nationalen Volksarmee der DDR] 1 200 000 Stück. Das ist idiotisch“, sagt Kohl in einem Vier-Augen-Gespräch zu Gorbatschow.
Und Gorbatschow gibt Ende 1990 ganz offen zu, dass die UdSSR ihre Bürger im Moment nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen kann, und bittet Kohl um Hilfe: „Ich wäre Ihnen sehr dankbar, Herr Bundeskanzler, wenn Sie im Rahmen der EWG eine Initiative in Gang setzen würden, der Sowjetunion Überschüsse an Nahrungsmitteln und Industriegütern zur Verfügung zu stellen, die sich in den Ländern der europäischen Gemeinschaft angesammelt haben.“ – Beeindruckend. Lesen Sie!
Sabine Walther
Lektorin Programmbereich Geisteswissenschaften
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Berlusconi kannte ich natürlich aus der Presse – er war mir immer ein Rätsel. Jetzt weiß ich mehr – über ihn selbst, über die politischen Kräfte, die ihn stützen, und vor allem über seine Politik, die, trotz aller schrillen Polemik, doch ganz im Zeichen der Kontinuität zu stehen scheint.
Gabriele Jaroschka
Lektorin Programmbereich Geisteswissenschaften
Ein 'neues' Deutschland? Eine deutsch-französische Bilanz 20 Jahre nach der Vereinigung
ISBN: 978-3-486-59770-7
DetailseiteZugegeben: Das Thema „Deutsche Wiedervereinigung“ ist nicht neu. Viel, sehr viel wurde schon darüber gesagt und geschrieben. Aber dieses kleine Buch finde ich spannend, weil es das Thema aus einer anderen Perspektive betrachtet: Wiedervereinigung einmal nicht nur aus der „eigenen“, deutschen Perspektive, sondern auch aus der des sehr schönen Nachbarlandes Frankreich. Und Wiedervereinigung einmal nicht nur vom gewohnten politikgeschichtlichen Ansatz aus betrachtet, sondern beispielsweise auch vom literaturwissenschaftlichen.
Sabine Walther
Lektorin Programmbereich Geisteswissenschaften
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Das "Gastarbeiter"-System
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