Die Anatomie frühneuzeitlicher Imperien
Die Anatomie frühneuzeitlicher Imperien
Herrschaftsmanagement jenseits von Staat und Nation
2013. ca. 200 S., gebundenISBN 978-3-486-57911-6
ca. € 39,80 inkl. MwSt., versandkostenfrei
In Vorbereitung, geplant für 11/2012
Ausgangspunkt der Diskussion über imperiales Herrschaftsmanagement ist die Arbeitshypothese, dass es sich bei einem "Imperium" um ein Politik- und Gesellschaftsmodell handelt, dessen Integrationsleistung weder auf der "Verstaatung" von Herrschaft beruht d.h. der zunehmenden Monopolisierung von Herrschaftsrechten, wie sie für den klassischen, nach Souveränität nach außen wie nach innen strebenden Territorialstaat charakteristisch ist , noch auf einer Vereinheitlichung der Bevölkerung. "Imperiale" Mechanismen der Integration zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass sie einen Ausgleich von Einheit und Differenz herstellen, ohne letztere zu beseitigen bzw. ersterer zu unterwerfen. Im Sinn einer neuen Politikgeschichte können die Kategorien der Imperienforschung für die Erforschung des Römisch-Deutschen Reichs genutzt werden. Die Ergebnisse überraschen, sowohl hinsichtlich der Geschichte des Alten Reichs als auch der Imperienforschung, die das Alte Reich bislang ausgeklammert hat.
Stephan Wendehorst (Herausgeber)
Stephan Wendehorst ist leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und derzeit an die Historische Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beurlaubt.
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