Die Arbeiterschaft im 19. und 20. Jahrhundert
Die Arbeiterschaft im 19. und 20. Jahrhundert
1996. XII, 152 S., broschiertISBN 978-3-486-55010-8
Die deutsche Arbeiterschaft hat sich in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts als Klasse formiert und einen Kampf zur Durchsetzung
politischer und sozialer Ziele geführt. Sie vor allem hat die Weimarer
Republik geschaffen, sie hat sie aber nicht verteidigen können.
Im »Dritten Reich« wurden die Arbeiter gleichzeitig umworben und
entrechtet. In der entstehenden Bundesrepublik schließlich zerschlugen
sich Hoffnungen auf Sozialisierungen. Die Zustimmung zu der hier
entstandenen politischen und sozialen Ordnung wuchs mit zunehmendem
Wohlstand und die Arbeiterklasse löste sich in der alten Bundesrepublik
mehr und mehr auf. Trotz diametral gegensätzlicher Bedingungen haben
sich ähnliche Prozesse auch in der DDR vollzogen. Nachdem die
Arbeiterschaft am 17. Juni 1953 mit den klassischen Kampfmethoden der
Arbeiterbewegung vergeblich versucht hat, das kommunistische Regime zu
stürzen, bildete sich ein modus vivendi zwischen DDR-Bevölkerung und
SED aus. Die Arbeiterschaft wurde in die egalitäre Gesamtgesellschaft
eingeschmolzen, so dass sie in der Revolution von 1989/90 nicht mehr
als geschlossene Klasse auftrat. Diese Entwicklung wird in der
bewährten EdG-Dreiteilung auf knappem Raum thematisiert.


