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Bühnen der Politik

Bühnen der Politik
Die Gesellschaft der Oper, Bd. 2
Sven Oliver Müller, Jutta Toelle (Hrsg.)

Bühnen der Politik

Die Oper in europäischen Gesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert

2008. 225 S., broschiertISBN 978-3-486-58570-4

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Schlagworte: Gesellschaftsgeschichte, Nationaloper, Kulturgeschichte, Oper

Das Genre Oper und der soziale Raum des Opernhauses begünstigten die öffentliche Inszenierung idealer politischer Beziehungen. Der politische Stellenwert der Oper war ein Produkt der Zuschreibung: Herrscher und Beherrschte bestimmten was politisch wird und was nicht. Der hier gewählte Ansatz unterscheidet sich daher grundlegend von der Annahme einer natürlichen Trennung der Sphären von Kunst und Politik. Der vorliegende Band thematisiert aus der Perspektive der Geschichts- und der Musikwissenschaft den politischen Einfluss auf und den politischen Einfluss von Opernaufführungen. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Frage nach Kontinuität und Wandel von öffentlichen Inszenierungen vom 19. zum 20. Jahrhundert in politisch unterschiedlich verfassten Gesellschaften Europas.

I. Inszenierungen
M. Walter, Musik als Ausdruck des Politischen in der Pariser Grand Opéra
M. Prokopovych, Die Produktion von "Excelsior" in Budapest 1887
B. Eichner, Die Inszenierung des Kudrun-Epos als deutsche Nationaloper
I. Kotkina, Das Bolschoi Theater und die Scala 1920-1930

II. Bestätigungen
P. Stachel, Die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper 1955 als Akt österreichischer Identitätspolitik
S. Zalfen, Opernpolitik in London und Paris am Ende des 20. Jahrhunderts
V. Katalinic, National konnotierte Topoi in kroatischen Opern des 19. Jahrhunderts
St. Kleiner, Die politische Ästhetik der Frankfurter Oper im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik

III. Bedrohungen
S. O. Müller, Ausschreitungen in Londoner Opernhäusern in der Mitte des 19. Jahrhunderts
B. Spaepen, Die Scala als Herrschaftsinstrument? Die Mailänder Oper im Risorgimento
O. Sereda, Die Einführung der russischen Oper in Kiew 1867
J. Toelle, Das Ringen um das Opernhaus in Venedig, 1859-1866

"Auch wenn viele Beiträge hier nur punktuell vorgestellt werden können, so lässt sich resümierend feststellen, dass es insgesamt sehr wohl gelingt, die Funktion der Institution Oper im historischen und musikwissenschaftlichen Kontext neu zu verorten und einem älteren Forschungsfeld neue Perspektiven zu eröffnen." Steffen Höhne, H-Soz-u-Kult

Sven Oliver Müller (Herausgeber)

Sven Oliver Müller (Herausgeber)

Sven Oliver Müller, geboren 1968, ist Research Fellow am European University Institute in Florenz.

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Jutta Toelle (Herausgeber)

Jutta Toelle (Herausgeber)

Jutta Toelle, geboren 1974, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Forschungsinteresse gilt vor allem der Kulturgeschichte und speziell der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Oper.

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