Editionsprojekt "Judenverfolgung"
Ein Schriftdenkmal für die ermordeten europäischen Juden

Die Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ (VEJ) umfasst authentische Zeugnisse der Verfolger und Opfer. Sie sind wissenschaftlich kommentiert und werden zum weit überwiegenden Teil erstmals veröffentlicht. Es erscheinen 16 Bände, die zeitlich und territorial gegliedert sind.
Herausgegeben wird die Edition im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg: Von Götz Aly (Bd.1 u.2), Wolf Gruner (Bd.1), Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl und Hartmut Weber.
Vier Bände sind bisher erschienen:
Zu Band 1: Deutsches Reich 1933-1937
Zu Band 2: Deutsches Reich 1938-August 1939
Zu Band 4: Polen September 1939 - Juli 1941
Zu Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I
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Stimmen zu Intention und Wirkung der Edition
„Dadurch, dass wir hören und erfahren, wie die Menschen betroffen waren, wird dieses Unfassbare für uns greifbarer. Es wird eben nicht nur als abstrakte Zahl vermittelt – und das halte ich für wichtig.“
(Horst Köhler nach der Lesung im Jüdischen Museum in der rbb Abendschau am 27. Januar 2008)
Lesung zur Judenverfolgung im besetzten Polen
Am Donnerstag, 10. Februar 2011 im Centrum Judaicum, Berlin
Johanna Mariana und Ismael Volk lesen Texte zur Judenverfolgung in Polen in den ersten beiden Jahren der deutschen Besatzungsherrschaft. Die Texte sind dem vierten Band der Quellenedition entnommen, die ein Schriftdenkmal für die ermordeten Juden ist.
Lesung zum Novemberpogrom von 1938
Im Centrum Judaicim in Berlin fand am 8. November 2009 eine Lesung aus dem Band 2 der Edition statt. Die Dokumente lassen sichtbar werden, wie in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 Kolonnen von SA-Männern und Hitlerjungen überall in Deutschland Synagogen zertrümmerten und in Brand setzten, jüdische Geschäfte überfielen und Wohnungen demolierten.
Gelesen von Johanna Mariana und Ismael Volk
Lesung am internationalen Holocaust-Gedenktag
Am 27. Januar 2008 fand im Jüdischen Museum in Berlin eine Lesung aus Dokumenten der Judenverfolgung statt. In Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler lasen acht Schauspieler (Jutta Lampe & Tamara Stern, Türkiz Talay & Wolfgang Häntsch, Angela Winkler & Tammo Winkler, Ana Kerezovic & Steffi Kühnert) vier Stunden lang paarweise im Wechsel.
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