Neuordnung im Bankwesen
Neuordnung im Bankwesen
Die NS-Maßnahmen und die Problematik der Restitution
2004. 481 S., broschiertISBN 978-3-486-56773-1
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Die Geschichte der Banken ist bis dato kein bevorzugter
Forschungsgegenstand der Historiker, obwohl die Archive und Bücher der
Banken die wichtigsten Materialien zur Wirtschaftsgeschichte enthalten
und die Wirtschaft selbst wie noch selten zuvor in der Geschichte die
Politik zu beherrschen scheint. Erstmals liegt nun - basierend auf bis
dato unbekannten und unbearbeiteten Quellen - eine Geschichte des
Bankensektors und hier insbesondere der Privatbanken zwischen 1938 und
1945 sowie in den ersten Jahrzehnten der Zweiten österreichischen
Republik vor.
Die zentralen Kapitel behandeln die Geschichte der Privatbankiers und
beziehen sich dabei auf die präsentierten Fallstudien der Privatbanken,
die den Ausgangspunkt der Arbeit darstellen. An Hand dieser 108
Privatbanken, die hauptsächlich in Wien zu finden waren, werden
Arisierung und Liquidierung, aber auch die Verfolgung und Ermordung
jüdischer Bankiers dargestellt. Antworten auf die Fragen nach
Rückstellung, speziell von entzogenen Bankenkonzessionen und
Entschädigung werden am Ende dieser umfangreichen Forschungen zu geben
versucht.
Peter Melichar
Peter Melichar, geboren 1960 in Dornbirn. Studium (Geschichte, Philosophie) in Wien. Seit 1986 Ausstellungsarbeit (100 Jahre SPÖ/1988, Ostarrichi-Österreich/1996) und Forschungstätigkeit, u.a. für die "Unabhängige Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg". Arbeitsschwerpunkte: Sozialgeschichte des Intellektuellen (18.-20. Jh.), des Militärs (19.-20. Jh.), des Bürgertums. Lektor an der Universität Wien, seit Oktober 2003 Post-doc Stipendiat am Leo-Baeck-Institut London.
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