Staat, Loyalität und Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1918-1941
Staat, Loyalität und Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1918-1941
2007. 262 S., gebundenISBN 978-3-486-58548-3
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Die Minderheitenproblematik im Ostmittel- und Südosteuropa der Zwischenkriegszeit ist seit Jahrzehnten Gegenstand der internationalen Forschung. Dabei steht das Verhältnis zwischen Staat, Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten im Mittelpunkt, meist mit einem Fokus auf Fragen nach Recht und Identität. Der vorliegende Band versucht dagegen "Loyalität" als eine zentrale Analysekategorie fruchtbar zu machen und kommt für Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien zu teils sehr überraschenden Befunden.
Peter Haslinger, Joachim von Puttkamer:
Einführung
Sabine Bamberger-Stemmann:
Staatsbürgerliche Loyalität und Minderheiten als transnationale Rechtsparadigmen im Europa der Zwischenkriegszeit
Bernhard Böttcher:
"Treue zur Heimat und zu dem Staate, von dessen Grenzen unsere Heimat umschlossen ist" –
Doppelte Loyalität bei den Siebenbürger Sachsen
Ingo Eser:
"Loyalität" als Mittel der Integration oder Restriktion? Polen und seine deutsche Minderheit 1918-1939
Hildrun Glass:
Varianten jüdischer Identitäten und Loyalitäten im rumänischen Staat der Zwischenkriegszeit
Hans Lemberg:
Die Frage der Gruppenloyalität als historiografisches Konfliktpotential
Elena Mannová:
"Sie wollen keine Loyalität lernen!" Identitätsdiskurse und lokale Lebenswelten in der Südslowakei 1918-1938
Albert F. Reiterer:
Die österreichischen Minderheiten, die Republik und der Ständestaat Austrofaschismus. "Exit, Voice, and Loyalty"
Gerhard Seewann:
"Ungarndeutschtum" als Identitätskonzept und politische Ressource
Helmut Slapnicka (†):
Die "Illoyalität" der Deutschen und Magyaren in der Tschechoslowakei als Legitimitätsgrundlage für die gegen sie ergriffenen Maßnahmen
Holm Sundhaussen:
Jugoslawismus und Loyalität: Kroaten und bosnische Muslime im ersten jogoslawischen Staat (1918-1941)
Martin Zückert: Vom Aktivismus zur Staatsnegation? Die Sudetendeutschen zwischen Staatsakzeptanz,regional-nationalistischer Bewegung und dem nationalsozialistischen Deutschland
Peter Haslinger (Herausgeber)

Prof. Dr. Peter Haslinger, geboren 1964, ist Direktor des Herder Instituts, Marburg.
Alle Titel dieser Person anzeigenJoachim von Puttkamer (Herausgeber)

Joachim von Puttkamer, geboren 1964, ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Jena und Direktor des Imre-Kertész-Kollegs.
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