Staats-Opern?
Staats-Opern?
Der Wandel von Staatlichkeit und die Opernkrisen in Berlin, London und Paris am Ende des 20. Jahrhunderts
2012. 452 S., 20 Abbildungen, schwarz/weiß, broschiertISBN 978-3-486-70397-9
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Im 20. Jahrhundert wurden europaweit aus Hofopern, Bürgeropern und kommerziellen Opernunternehmen Staatsopern. Sie waren subventionierte und institutionalisierte Teile staatlicher Strukturen, staatlich verantwortetes kulturelles Gemeingut und Symbole des Staates. In ihrem exemplarisch Vergleich von drei Opernkrisen und -reformen zeigt Sarah Zalfen, wie sich mit der Rolle des Staates in den jüngster Zeit auch "seine" Opern wandeln: Zeiten knapper Kassen zwingen die Opernhäuser zu Einsparungen, lösen sie aber auch aus ihrer institutionellen Abhängigkeit. Die ausdifferenzierten kulturellen Bedürfnisse heutiger Gesellschaften unterminieren eine Setzung, welche Kultur wertvoll und förderungswürdig ist. Hoheitliche Repräsentationszeremonien verlieren in der Medien vermittelten Gegenwart ihre Eindeutigkeit.
"Der wegweisende Beitrag dieses Bandes, wie auch der anderen in dieser Reihe, besteht darin, dass die Oper, auf die die Menschen in der Vergangenheit so viel Zeit und Mühe verwandt haben, künftig stärker ins Zentrum der historischen Erforschung vergangener Gesellschaften rücken wird." Celia Applegate in: Historische Zeitschrift, Band 294
Sarah Zalfen

Sarah Zalfen, geboren 1979, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin.
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