Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik
Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik
Der Mythos von der sauberen Verwaltung
2012. X, 534 S., gebundenISBN 978-3-486-70313-9
€ 74,80 inkl. MwSt., versandkostenfrei
Lieferbar
Die Verführbarkeit hochbegabter Juristen im NS
Der Staatssekretär im Reichsministerium des Innern Wilhelm Stuckart (1902-1953) war einer der wichtigsten juristischen Interpreten und Legitimatoren des NS-Staates. Als Mit-Autor der Nürnberger Rassegesetze goss er dessen biologistische Grundlagen in Gesetze und begleitete später die Vorbereitungen zum Genozid. Im Frühjahr 1942 vertrat er auf der Endlösungskonferenz am Wannsee sein Ressort. Nach dem Krieg gehörte Stuckart zu den Schöpfern der Legende von der "sauberen Verwaltung", die sich den rassistischen Ansprüchen der NS-Machthaber widersetzt habe. Die biographische Auseinandersetzung mit Stuckart belegt nicht nur die prägende Funktion von führenden Juristen in der NS-Verwaltung, sie untersucht auch die Rolle der Innenverwaltung und ihre Mitwirkung am Genozid.
"Dieses Buch muss jeder lesen, der glaubt, es hätten nur wenige Nazis die Morde geplant." The European Circle, 01.03.12
"...hätte alle Aufmerksamkeit verdient." Willy Winkler in: Süddeutsche Zeitung, 10.04.2012
Hans-Christian Jasch

Hans-Christian Jasch, geboren 1973, Jurist, Regierungsdirektor im Bundesministerium des Innern, langjähriger freier Mitarbeiter in der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin, arbeitete von 2007 bis 2011 als entsandter nationaler Experte bei der Europäischen Kommission in Brüssel.
Alle Titel dieser Person anzeigen
