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Die Stalinschen Großbauten des Kommunismus

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Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit, Bd. 30
Klaus Gestwa

Die Stalinschen Großbauten des Kommunismus

Sowjetische Technik- und Umweltgeschichte, 1948-1967

2010. 660 S., 18 Abbildungen, schwarz/weiß, 2 Karten, gebundenISBN 978-3-486-58963-4

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Schlagworte: Umweltgeschichte, Sowjetunion, Flusskraftwerke, Kalter Krieg, Stalinismus

Als 1948 die Trümmerlandschaften des Krieges den Traumlandschaften von der kommunistischen Zukunftsgesellschaft wichen, realisierte die Moskauer Führung mit den "Stalinschen Großbauten des Kommunismus" ein ehrgeiziges Erschließungsprogramm. Die damals weltgrößten Flusskraftwerke gestalteten Natur um und strukturierten Gesellschaft neu, so dass sich die Sowjetunion im anbrechenden Kalten Krieg als Supermacht inszenieren konnte. Die von GULag-Häftlingen fertig gestellten Plangiganten produzierten nicht nur Strom, sondern auch Visionen, mit denen sich Stalin und Chrušcev die Einbildungskraft der Sowjetmenschen erobern wollten. Als Schau- und Bauplätze der sowjetischen Moderne stellten die Großbaustellen sowohl Orte beglückender Gemeinschaftserlebnisse und des politischen Aufbruchs als auch Orte tragischer Zusammenstöße und drückender Nöte dar. Die brachial industrialisierten Flusslandschaften an der Wolga und in Sibirien entwickelten sich seit den 1960er Jahren immer mehr zu ökologischen Notstandsgebieten. Der über Jahrzehnte propagierte Wertekanon der technik- und fortschrittsgläubigen Sowjetgesellschaft geriet ins Wanken.

"Insgesamt liegt hier eine konzeptionell stimmige, materialgesättigte und analytisch tiefschürfende Arbeit vor, die rundum überzeugt. Man muss sich nicht im Speziellen für Wasserkraftwerke interessieren, um diese Untersuchung mit Gewinn zu lesen." Dietmar Neutatz, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Heft 2/2011
"Die Darstellung ist ansprechend, anregend und griffig.", "Für den aktuellen Forschungskanon dürfte die Studie wegweisend sein." Universität Gießen online
"Das Buch ermöglicht einen detaillierten Einblick in das innere Gefüge, in das Laboratorium der Sowjetmoderne. Es ist ein wichtiger Beitrag über das Funktionieren des sowjetischen Systems unter dem Primat des technologischen Fortschritts." Thomas Wolfes, Historisch-Politisches Buch, Jg. 58 2010, Heft 1
"Auf einer umfangreichen Quellen- und Literaturbasis aufgebaut, stellt diese Arbeit in der Literatur bisher so nicht in Zusammenhang gebracht Phasen politischer wie technik-, wirtschafts-, und umweltgeschichtlicher Entwicklung dar." Hans Hecker, Osteuropa, 10/ 2010

Klaus Gestwa

Klaus Gestwa

Klaus Gestwa, geboren 1963, ist Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde der Universität Tübingen.

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