Die Universität Wien im Konzert europäischer Bildungszentren
Die Universität Wien im Konzert europäischer Bildungszentren
14.-16. Jahrhundert
2010. 278 S., 26 Abbildungen, schwarz/weiß, 3 Abbildungen, farbig, broschiertISBN 978-3-486-59224-5
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Die Errichtung der Karlsuniversität in Prag (1347/48) hatte eine Welle von Neugründungen losgetreten, die die Bildungslandschaft des Reiches und Europas entscheidend prägte. Die Mobilität von Lehrenden und Lernenden knüpfte ein internationales Netzwerk des Wissens. 1365 gründete Herzog Rudolf IV. die Alma Mater Rudolphina und erweiterte das "Konzert europäischer Universitäten" um eine wesentliche Stimme. Der Band bestimmt den Standort des Wiener Studiums in dem weiten und vielfältigen europäischen Orchester der Universitäten.
Vorwort
Einleitung
I. Gründung und Verankerung im Umfeld
Karl Ubl (Tübingen), Die Universität als Pfaffenstadt. Über ein gescheitertes Projekt Rudolfs IV.
Harald Berger (Graz) Europäische Bildungszentren als personelle Quellen der frühen Universität Wien
Christian Lackner (Wien), Wissen für den Hof. Die Universität Wien und der Hof der österreichischen Herzoge im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert
Kurt Mühlberger (Wien), Universität und Stadt im 14. und 15. Jahrhundert am Beispiel Wiens. Grundlagen und ausgewählte Szenen einer "konfliktbeladenen Harmonie"
II. Lehrende, Lernende und Lehrinhalte
Christine Glassner (Wien), Wiener Universitätshandschriften in Melk: Bemerkungen zum Lehrbetrieb an der Artistenfakultät
Christian Hesse (Bern) Der Blick von außen. Die Anziehungskraft der spätmittelalterlichen Universität Wien auf Studenten und Gelehrte
Meta Niederkorn-Bruck (Wien), Die Stimme der Universität Wien im mehrstimmigen Satz des Wissenskonzertes im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhundert
Ulrike Denk (Wien), Studentische Armut an der Universität Wien in der Frühen Neuzeit im Spiegel der Verfügungen der landesfürstlichen Behörden
III. Quellen und Quellenerschließung
Meta Niederkorn-Bruck (Wien), Die Universität und die Verschriftlichung ihrer Identität. Überlegungen zu den Acta Universitatis Vindobonensis
Peter Csendes (Wien), Universität und Stadt: Universitätsangehörige im Spiegel städtischer Quellen am Beispiel Wiens
Thomas Kühtreiber (Krems) Universitätsgeschichte aus Schutt und Scherben - Die Wiener Universität bis zur Errichtung der Jesuitenuniversität 1623/54 aus archäologischer Sicht
Johannes Seidl (Wien), Der Nachlass Paul Uiblein. Eine bedeutende Quelle zur Erforschung der Frühgeschichte der Universität Wien. Ein Werkstättenbericht.
IV. Humanistische und Jesuitische Einflüsse
Helmuth Grössing (Wien), Die Lehrtätigkeit des Konrad Celtis in Wien. Ein Rekonstruktionsversuch
Marija Wakounig (Wien), Lukas Gutenfelder, genannt "Agathopedius"
Gernot Heiss (Wien), Die Wiener Jesuiten und das Studium der Theologie und der Artes an der Universität und im Kolleg im ersten Jahrzehnt nach ihrer Berufung (1551)
Kurt Mühlberger (Herausgeber)

Dr. Kurt Mühlberger, geboren 1948, ist Direktor des Archivs der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Universitätsgeschichte, Quellenedition, Archivwesen.
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Meta Niederkorn ist Professorin für mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Wien und Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung.
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