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Venus und Vulcanus

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bibliothek altes Reich, Bd. 6
Siegrid Westphal, Inken Schmidt-Voges, Anette Baumann

Venus und Vulcanus

Ehen und ihre Konflikte in der Frühen Neuzeit

2011. 273 S., gebundenISBN 978-3-486-57912-3

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Schlagworte: Geschlechtergeschichte, Frühe Neuzeit

Nicht das Liebespaar Venus und Mars, sondern das Ehepaar Venus und Vulcanus dient als Sinnbild dieser Geschichte ehelicher Konflikte in der Frühen Neuzeit. Das Sozialgefüge "Ehe" veränderte sich in den Jahren von 1500 bis 1800 maßgeblich. Sozioökonomische Notwendigkeiten wurden von emotionalen Bedürfnissen der Ehepartner überlagert; gleichzeitig blieb die theologische Überhöhung der Beziehungsform Ehe bestehen. Diese Gemengelage führte unweigerlich zu einer latenten Krisenanfälligkeit. Die Autorinnen verknüpfen aktuelle Forschungsergebnisse und mit vielen Prozessbeispielen aus dem Alten Reich. Sie machen Art, Verlauf und Bewältigung der Konflikte anschaulich und konzentrieren sich dabei auf die drei Phasen einer Ehe: Anbahnung, Bestand und Auflösung. Das Ergebnis ist eine gutzulesende Studie, die neue Maßstäbe setzt.

"Der von Anette Baumann, Inken Schmidt-Voges und Siegrid Westphal konzipierte und geschriebene Band bietet einen bemerkenswerten Überblick über die frühneuzeitliche Ehe im Spannungsfeld von Norm und Praxis." Michaela Hohkamp, Freie Universität Berlin

„Emotion, Sexualität, Recht, Religion, Verwandtschaft, Nachbarschaft, Familie, Haus, Herrschaft- und Besitztransfer, Arbeit, Lebenschancen, Fortpflanzung und Tod - die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen: es gibt kaum einen Aspekt gesellschaftlichen Lebens, der in der europäischen Geschichte nicht mit der Institution Ehe oder eheähnlichen Beziehungen in Verbindung gebracht werden könnte. Dementsprechend bunt und differenziert gestaltet sich die Forschungssituation in diesem Bereich. In ihrem Überblicksband „Venus und Vulcanus. Ehen und ihre Konflikte in der Frühen Neuzeit“ ist den Herausgeberinnen und Autorinnen des in der „Bibliothek Altes Reich“ erschienenen Bandes das Kunststück gelungen, diese Vielfalt einzufangen, den Gegenstand dabei systematisch zu erfassen und makrohistorische wie mikrohistorische Perspektiven gleichermaßen zu präsentieren. Der von Anette Baumann, Inken Schmidt-Voges und Siegrid Westphal konzipierte und geschriebene Band bietet einen bemerkenswerten Überblick über die frühneuzeitliche Ehe im Spannungsfeld von Norm und Praxis. Nicht zuletzt wegen der konfessionellen und rechtlichen Vielfalt des Heiligen Römischen Reich deutscher Nation auf diesen Herrschaftsbereich fokussiert, führt der Band ein in die gängigen Themen und Gegenstände des Forschungsfeldes „Ehe“, präsentiert aber auch brandneue Ergebnisse aus Forschungen der drei Herausgeberinnen. Flüssig geschrieben und konzise aufgebaut zeigt der Band Ehe als zentrale Institution an der Schnittstelle von Stand, Religion und Geschlecht in ihrer ganzen frühneuzeitlichen Partikularität und Lokalität: ein ausgesprochenes gelungenes Stück Frühneuzeitgeschichte, das eine breite Leserschaft finden wird.“ Michaela Hohkamp, Freie Universität Berlin

"Eine sorgfältige Gesamtdarstellung der reichhaltigen Literatur zum (ehelichen) Geschlechterverhältnis der Frühen Neuzeit [...], deren Blickwinkel den Horizont weitet und zu weiterem Nachdenken und Forschen anregt." Gesa Ingendahl in: sehepunkte 9/2011
"Die Autorinnen schöpfen aus einem reichen Fundus an Forschungsliteratur (...). Und aus Quellen, die aus dem Alltag gegriffen sind und die Lektüre lebendig machen." Rudolf Neumaier in: Süddeutsche Zeitung, 23.11.2011

Siegrid Westphal

Siegrid Westphal ist Professorin am Interdisziplinären Institut für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Osnabrück.

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Inken Schmidt-Voges

Inken Schmidt-Voges ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück. Seit Juli 2006 ist sie Projektleiterin des DFG-Projektes "Friedensbildung. Juristischer Wissenstransfer zwischen dem Alten Reich und Schweden 1550-1650"

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Anette Baumann

Anette Baumann, geboren 1963, ist Leiterin der Forschungsstelle der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung in Wetzlar.

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